Pressebericht Stadtmagazin vom 29. März 2010
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Nur sprechenden Menschen kann weitergeholfen werden!
Hannover,- (see) „Wir bilden seit längerer Zeit wieder aus und wollen wissen, ob sich etwas
geändert hat
und wie wir es von vornherein richtig machen“, erläutert Nicole Fraenkel aus dem Friseur und Kosmetiksalon Ubben in Langenhagen. Sie nimmt mit ihrer Chefin am Workshop „Gesellen als Ausbilder –
Anleiten üben!“ in der Handwerkskammer Hannover teil. Mit der Intention, den jungen Menschen auch außerhalb der Arbeitswelt auf den richtigen Weg zu bringen, ist ihr im Workshop vor allem deutlich
geworden, dass richtig zu kommunizieren wichtig und nicht immer ganz einfach ist.
Mit 24 anderen Gesellen und Meistern aus verschiedenen Handwerksberufen hat Fraenkel sich einen Tag
lang damit
beschäftigt, wie der Ausbilder seine Lehrlinge gezielt anleiten, beobachten und beurteilen kann. Wie kann das Lernen im Ausbildungsverlauf unterstützt werden, wie erkennt man den Ausbildungsstand und
wie spricht man Probleme an, ohne Widerstand hervorzurufen, das sind die Hauptthemen der Weiterbildung, die im Rahmen des Projekts „Im Lot!“ regelmäßig stattfinden. „Die Nachfrage auch den Betrieben
ist hoch. Allein im Jahr 2010 haben wir mehr als 110 Ausbilder geschult“, sagt Bettina Wolf-Moritz, die bei der Handwerkskammer Hannover für das Projekt „Im Lot!“ verantwortlich ist.
„Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, wie ich eine Botschaft formuliere“, formuliert Schornsteinfeger Kurt Wedemeyer aus Asendorf seinen größten Erkenntnisgewinn. Er möchte individuell auf seine beiden Lehrlinge eingehen und fand dazu die konkreten Übungen während des Seminars sehr hilfreich. Auch ein aktuelles Problem konnte er absprechen und sich Tipps geben lassen, wie er einen Auszubildenden, der nur ungern zur Berufsschule geht, so weit motivieren kann, dass er auch dort gute Leistungen bringt. „Er soll sich damit doch seine weitere Berufslaufbahn nicht verbauen“, betont Wedemeyer. (29.11.2010)
